Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Viva Europa!

Zweimonatiges Praktikum beim Europaabgeordneten Dr. Thomas Ulmer

Foto: Ines Steinhauser - Praktikum bei Dr. Thomas Ulmer MdEP

Nachdem ich im März 2012 mein Bachelorstudium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl abgeschlossen habe und mein Master „Europäisches Verwaltungsmanagement“ an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Ludwigsburg erst im Oktober 2012 beginnt, wollte ich ein Teil des halben freien Jahres für ein Praktikum im Europäischen Parlament nutzen. Ich habe mich bereits im Bachelor mit Europa und den europäischen Institutionen befasst und da ich dies im Master vertiefen werde, schien mir ein Blick hinter die Kulissen des Parlaments genau das Richtige. Da ich aus der Nähe von Heidelberg komme und diese Region zum Wahlkreis von Herrn Dr. Ulmer gehört, bewarb ich mich bei ihm für ein zweimonatiges Praktikum. Ich hatte Glück und bekam eine Zusage.

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Praktikumsbericht von Janina Stürner: Keine Zeit für Kaffee kochen und Langeweile

Praktikumsbericht von Janina Stürner: Keine Zeit für Kaffee kochen und Langeweile

„Studenten, welche bereits das Grundstudium abgeschlossen haben, können sich gern auf einen Praktikumsplatz in meinem Büro in Brüssel bewerben.“ Diesen Satz entdeckt man immer wieder auf der Homepage verschiedener Abgeordneter. Aber was ist, wenn ich, Janina Stürner, Abi 2009, noch nicht einmal mit meinem Studium begonnen habe und trotzdem schon einmal ganz praktisch in die Welt des Europäischen Parlaments hineinschnuppern möchte? Zum Glück gibt es Abgeordnete wie Herrn Dr. Thomas Ulmer, der mir die Möglichkeit bot, in den Monaten Mai und Juni 2010 ein sechswöchiges Praktikum in seinem Büro zu machen. An meinem ersten Tag war ich nervös, aber auch begeistert von der Größe des Parlaments und den vielen Menschen. Wo bekommt man schon die Gelegenheit, alle fünf Schritte eine andere Sprache zu hören?
Praktikumsbericht von Janina Stürner: Keine Zeit für Kaffee kochen und LangeweileSpätestens nachdem ich Herrn Ulmers Referenten Frau Herter und Herrn Sefr und kurz darauf auch Herrn Ulmer persönlich kennenlernte und herzlich willkommen geheißen wurde, verschwand meine restliche Nervosität und machte großer Neugierde auf meine zukünftigen Aufgaben Platz. Schnell wurde klar, dass hier für Kaffee kochen und Langeweile keine Zeit sein würde.
Ich war sehr beeindruckt, wie viele Aufgaben ich innerhalb der sechs Wochen meines Praktikums in zunehmender Eigenverantwortung erledigen durfte, ohne überfordert zu werden. Nach Absprache mit Herrn Ulmer recherchierte ich Hintergrundinformationen, um Bürgeranfragen zu beantworten, machte erste Erfahrungen im Verfassen von Pressemitteilungen und erstellte Berichte über Sitzungen und Konferenzen. Dies gehörte zu den faszinierendsten Erfahrungen, mitzuerleben wie Abgeordnete aus 27 verschiedenen Ländern versuchen, europäische Probleme unter der Einbeziehung nationaler und internationaler Aspekte zu lösen. Wie Gesetzesentwürfe entstehen und immer wieder durch Änderungsanträge verändert und verbessert werden.
Ich halte es für sehr wichtig, in diesen Bereich der Gesetzgebung Einblicke zu erhalten, da man zwar oft die Beschwerde hört, Gesetzte würden allgemein zu langsam geschaffen und umgesetzt, der Großteil der Bevölkerung sich jedoch gar nicht bewusst ist, wie viel Arbeit hinter einer verabschiedeten EU-Richtlinie steckt. Angesichts der Vielzahl von Themen, mit denen sich die Abgeordneten auseinandersetzten, ist es für mich nicht mehr verwunderlich, dass es nicht immer ganz einfach ist, zwischen den einzelnen Interessengruppen eine ideale Lösung auszuloten. So durfte ich mich beispielsweise in einer Konferenz mit den Fortschritten der Nanomedizin bei der Krebsbekämpfung auseinandersetzen, in Ausschusssitzungen Diskussionen über die Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik beiwohnen oder auch die Stellungnahme des isrealischen Botschafters in Brüssel, kurz nach dem Militäreinsatz gegen eine Flotte mit Hilfsgütern für den Gazastreifen,anhören.
Praktikumsbericht von Janina Stürner: Keine Zeit für Kaffee kochen und LangeweileAbschließend möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Ulmer und seinen tollen Referenten Carola Herter und Paul Šefr für dieses einzigartige Erlebnis bedanken. Für die wunderbare Atmosphäre im Büro, dafür, dass ich alles fragen konnte was mich interessiert hat und für die Möglichkeit, unzählige politische Veranstaltungen im Parlament und den Landesvertretungen zu besuchen. Ich wäre zwar am Liebsten gleich im Parlament geblieben, aber ein abgeschlossenes Studium hat doch seine Vorteile. Immerhin weiß ich jetzt sicher, dass der deutsch-französische Studiengang „Angewandte Politikwissenschaften“ für mich genau das Richtige ist.

"Vom Odenwald nach Europa" - ein Bericht von Michael Rupprecht

Gestern war Abschlussfeier. Vor mir liegt mein Zeugnis. Die Schule ist abgehakt. Wie geht es jetzt weiter? In welche Richtung bewege ich mich und zu welchem Ziel? In den vergangenen Monaten habe ich mich immer wieder umgehört, gelesen, mir Infos aus dem Internet geholt und Studienpläne verschiedener Fachrichtungen besorgt, um mein Ausbildungsziel zu finden und den Ausbildungsvorgang zu planen. Was will ich? Was kann ich? Was ist realistisch? Kein einfaches Puzzlespiel. Das Ergebnis meiner Überlegungen: BWL und Logistik scheinen mir die Wirtschafts- und Organisationsform zu sein, die maßgeblich zum Funktionieren unserer modernen Gesellschaft mit verantworten, indem sie die Arbeitsgrundlagen für Verwaltung und Organisation vorgeben. So meine Überlegungen, ob es vielleicht eine Möglichkeit gibt, einen konkreten Einblick zu gewinnen in einen Betrieb oder eine Behörde, in der betriebswirtschaftliche Arbeitsabläufe koordiniert werden? Angeregt und ermutigt durch eine Freundin der Familie sammelte ich Informationen über die Arbeit europäischer Behörden in Brüssel. Mit wachsendem Interesse erfuhr ich von der Vielfältigkeit der dort zu bearbeiteten Aufgaben, von der Vielzahl der dort versammelten Interessen und von der schwierigen Aufgabe all diese Strömungen, Notwendigkeiten und Zwänge zu koordinieren. Das wollte ich aus der Nähe erleben, am besten im Rahmen eines Praktikums. Ich bewarb mich bei Herrn Dr. Ulmer und hatte das Glück für 3 Monate als Praktikant in seinem Brüsseler Büro zu arbeiten. Ende Januar wurde es Ernst. Mit prallen Koffern und klopfendem Herzen machte ich mich auf nach Brüssel. Ein Zimmer hatte ich schon vorher gefunden. Nicht ganz leicht, nicht ganz billig, dafür aber nahe am Arbeitsplatz und zentral in der Stadt gelegen. Am 01. 02. 2010 war Dienstbeginn. Empfangen wurde ich von Paul Šefr, dem Assistenten von Dr. Ulmer. Es folgten Sicherheitsprüfung, Aushändigung der Identifikationskarte und Vorstellung der Mitarbeiter. Die Einweisung in meine künftigen Tätigkeiten füllte den Rest des Tages und den Vormittag des folgenden Tages. Nachdem ich mithilfe eines PC- Programms schnell gelernt hatte, mich im „Verwaltungslabyrinth“ zu orientieren, wurde ich mit folgenden Aufgaben betraut: Post holen und verteilen, Presseberichte ausdrucken und Herrn Dr. Ulmer vorlegen, Vorbereiten der Korrespondenz für die Beantwortung von Bürgeranfragen. Speziell letztere Aufgabe hat mich sehr viel Zeit gekostet, war aber auch spannend und lehrreich, weil ich mit gesellschaftspolitischen Themen und Problemen konfrontiert wurde, die mir bisher nicht bekannt waren oder die ich mir bislang nicht bewusst gemacht hatte. Zum Bespiel war ich erschrocken über die Menge an Singvögeln, die über Italien, Malta, Korsika und Sardinien der Jagdlust zum Opfer fallen und auf dem Teller der Feinschmecker landen. In Italien werden Jahr für Jahr etwa 17 Millionen Vögel geschossen. Zeit zum Dösen gab es wahrlich nicht, denn auch außerhalb des Büros war meine Mitarbeit erwünscht. So wurde ich beauftragt, bei Konferenzen anwesend zu sein, Protokolle zu führen, z. B. bei einem Treffen zur Sicherheit der EU-Erdgasversorgung. Äußerst angenehm waren die zahlreichen abendlichen Veranstaltungen, die von Parteien oder Verbänden organisiert wurden. Diese Abende sollten dem gegenseitigen Kennenlernen und Verstehen dienen, wobei das Eintauchen in das europäisch-babylonische Sprachgewirr eine Sache für sich war. Echte Verständnisprobleme traten zu meiner Verblüffung aber nie auf. Informativ und unterhaltsam waren auch die Veranstaltungen der Landesvertretungen, zu denen ich wiederholt eingeladen war - nicht zuletzt wegen des internationalen Publikums und den politischen Persönlichkeiten, denen man hier begegnen konnte. So hatte ich einmal das Glück, unserem Energiekommissar Herrn Oettinger die Hand zu schütteln. Für Aktivitäten in der Freizeit bietet Brüssel reichliche Möglichkeiten: Besichtigung des Atomiums mit einem sagenhaften Rundblick – das Modell des Atomiums steht jetzt bei mir zu Hause auf dem Schreibtisch. Beim „Manneken Pis“ trifft man den internationalen Tourismus. Neben den berühmten Pommesbuden, den zig Biersorten und Pralinengeschäften bietet Brüssel auch dem kunstinteressierten Publikum sehr viele Anlaufstellen. Mein Lieblingsmuseum war das Militärmuseum mit einer Vielzahl von Exponaten und Informationen. Am 30. 04. 2010 war mein letzter Tag, nach einem kleinen Abschiedsumtrunk, einem herzlichen Dankeschön an das Büro, habe ich meine Koffer gepackt, mich von meiner Wirtin verabschiedet, um mich dann mit ein wenig Wehmut auf den Heimweg zu machen. Wie viele neue Erfahrungen ich gesammelt habe, wird mir wahrscheinlich erst im Laufe der nächsten Wochen klar.

Praktikumsbericht von Timo Olbert: Drei erstklassige Monate im EU-Parlament

Portrait Timo OlbertDa mein dreimonatiges Praktikum im Büro von Herrn Dr. Ulmer langsam dem Ende zugeht, möchte ich kurz auf diese tolle Zeit zurückblicken. Mein großes Interesse an Europa zeigt ja bereits die Wahl meines Masterkurses "Europäisches Verwaltungsmanagement". Die EU-Politik spielte darin sowohl im ersten Semester in Ludwigsburg als auch im zweiten Semester in Kehl eine ganz entscheidende Rolle. Bei Antritt meines Studiums stand für mich bereits fest, dass ich einen Teil meines Pflichtpraktikums unbedingt bei Herrn Dr. Ulmer im EU-Parlament absolvieren möchte. Die Frage, warum bei Herrn Ulmer, ist ganz einfach zu beantworten: Er kommt aus meinem Wahlkreis und war mir durch verschiedene Presseartikel schon immer irgendwie sympathisch. Diese Einschätzung sollte sich im Laufe meines Praktikums dann mehr als bestätigen.
Als ich im März 2009 zu einem Treffen mit Herrn Dr. Ulmer und Carola Herter, eine der beiden Assistenten von Herrn Ulmer nach Straßburg eingeladen wurde, habe ich mich wahnsinnig gefreut. Natürlich war ich sehr nervös, was sich beim Anblick des faszinierenden Gebäudes sogar noch steigern sollte. Die natürliche Art von Herrn Dr. Ulmer und der freundliche Empfang durch Carola Herter halfen mir jedoch sehr, sodass am Ende eine Zusage von Herr Ulmer für meinen Wunschtermin des Praktikums stand. Darüber war ich natürlich unheimlich glücklich und konnte mich dann voll auf mein zweites Semester in Kehl konzentrieren.
Im Vorfeld des Praktikums stand mir Carola Herter dann bei allen Anliegen und Fragen immer zur Verfügung, wofür ich mich an dieser Stelle bereits herzlich bei ihr bedanken möchte.
An meinem 1.Tag hier in Brüssel wurde ich dann von Carola Herter und Paul Sefr supernett empfangen und sogleich voll integriert. Das Verhältnis zu den beiden Assistenten war den gesamten Zeitraum über super und dennoch stets professionell. Die Ausschüsse TRAN und ENVI, in denen Herr Ulmer Mitglied bzw. stellvertretendes Mitglied ist, haben mich sehr interessiert. Ob Medizinprodukte, die Problematik von Alzheimer, die Schweinegrippe, Flüssigkeitsverbot an Flughäfen, Piraterie vor Somalia oder der Schiffsverkehr - all diese Themen haben voll und ganz mein Interesse getroffen oder geweckt.
Besonders beeindruckend und unvergesslich war natürlich die Möglichkeit, an Ausschusssitzungen teilnehmen zu können und live zuzuhören. Eine weitere Aufgabe, die mir sehr viel Spaß gemacht hat, war die Beantwortung von Bürgeranfragen. Da ich aus Helmstadt-Bargen komme und somit direkt aus dem Wahlkreis von Herrn Ulmer, konnte ich mich mit den Problemen und Anliegen der Menschen leicht identifizieren. Anhand von Recherchen, Telefonaten und Gesprächen habe ich immer versucht, das Bestmögliche für die Bürger meiner Nachbargemeinden und -städten zu tun.
Die unglaublich große Bedeutung, die Herr Ulmer der Bürgerarbeit in seinem Wahlkreis beimisst, hat mich sehr beeindruckt und noch zusätzlich motiviert. Erwähnen möchte ich schließlich noch, wie viel Spaß mir die dreitägige Betreuung einer offiziellen Besuchergruppe aus Mosbach gemacht hat. Die äußerst freundliche und interessierte Art der Besuchergruppen mir gegenüber, auch in Straßburg, machte alle Anstrengungen, die damit verbunden waren, vergessen. Insbesondere der Satz "Wow, Sie sind aus Helmschd, das ist ja toll" wird mir sicherlich noch sehr lange in Erinnerung bleiben.
Eine weitere unvergessliche Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin, war auch die Straßburgwoche, an der ich einmal teilnehmen durfte.
Letztlich möchte ich mich ganz herzlich bei Herrn Dr. Ulmer, Carola Herter, Paul Sefr und Petra Ulmer für diese fantastische Zeit bedanken und allen ganz viel Glück für die Zukunft wünschen. Ich hatte bei Euch wirklich eine erstklassige Zeit, die ich sicher nie vergessen werde. Ein letztes herzliches Dankeschön nochmals an Herrn Ulmer für das Praktikum und an Carola Herter und Paul Sefr für die enge und tolle Zusammenarbeit im Brüsseler Büro, bei der ich sehr viel gelernt habe.

 

Praktikumsbericht von Natalie Weiß: Brüssel - Straßburg - Europa erleben

Dieses Foto zeigt Natalie WeißMein Name ist Natalie Weiß. Ich studiere im sechsten Semester Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Politik und Soziologie. Durch meine Tätigkeiten in der Jungen Union bin ich zu einem Praktikum bei dem Abgeordneten des Europäischen Parlaments Dr. Thomas Ulmer gekommen. Hier ein kurzer Überblick über mein Praktikum und meine Tätigkeiten in seinem Büro. An meinem ersten Tag im Büro Dr. Ulmer war ich sehr aufgeregt, da ich nicht genau wusste, was mich erwarten würde. Doch diese Angst wurde mir sehr schnell durch die offene und freundliche Art von Herrn Dr. Ulmer und dessen Mitarbeitern genommen. Sehr schnell wurde ich in die Arbeit eines Abgeordnetenbüros eingebunden. Ich durfte nach Absprache mit Herrn Dr. Ulmer Bürgeranfragen beantworten, unterstützende Internetrecherchen durchführen, aber auch immer wieder kleinere allgemeine Büroaufgaben übernehmen. Am interessantesten war für mich allerdings, wenn ich Herrn Dr. Ulmer zu den Ausschusssitzungen begleiten konnte. Denn als Politikstudent hört man immer nur theoretisch von der parlamentarischen Arbeit, was aber nicht immer viel mit der Praxis zu tun hat. Auch waren mir trotz meines Studiums die konkreten Abläufe fremd, die zu einer Abstimmung führen und dieser vorausgehen. Es war immer wieder spannend und neu für mich zu beobachten, welche inhaltlich komplexe und langwierige Arbeit hinter den Abstimmungen stand. Oftmals waren zahlreiche Treffen mit anderen Abgeordneten, Interessenvertretern und Verbänden nötig, bis es zu einer Meinungsfindung kam. All dies kostet viel Zeit. Hört man als EU-Bürger von EU-Verordnungen, ist einem oft nicht klar, welche langwierigen Prozesse hinter einer solchen Entscheidung stehen. Thematisch bringt die Arbeit eines Abgeordneten immer neue Herausforderungen mit sich. Denn man muss sich in der parlamentarischen Arbeit immer wieder mit neuen Themen befassen, die aktuell behandelt werden. Aber auch die Bürgeranfragen aus dem Wahlkreis befassen sich immer wieder mit neuen Themen, die oftmals eine lange Recherchearbeit zur Beantwortung voraussetzen. Hierbei waren sowohl die Büromitarbeiter des Herrn Dr. Ulmer eine große Hilfe, wie auch Herr Ulmer selbst, der immer eine Stelle wusste, an die man sich wenden konnte. Ein besonderes Highlight für mich war der Besuch in Straßburg, denn hier her kamen meistens die Besuchergruppen aus dem Wahlkreis und ich war schon sehr gespannt auf deren Fragen. Auch wird in Straßburg über die thematische Arbeit, die in Brüssel geleistet wird, abgestimmt, was ich mit großem Interesse verfolgt habe. Herr Dr. Ulmer und dessen Mitarbeiter waren immer offen und ich konnte an vielen verschiedenen Sitzungen und Vorträgen teilnehmen. Ich bin sehr froh und dankbar, dass Herr Dr. Ulmer mir dieses Praktikum ermöglicht hat. Denn ich habe in diesen acht Wochen mehr über den Ablauf und die Organisation der Arbeit eines Abgeordneten gelernt als während meines Studiums. Auch sind es Erfahrungen, die ich hier gesammelt habe, die für mich persönlich sehr wichtig sind. Vor allem wurden mir die Bedenken vor dem Arbeiten im Ausland genommen. (Fotonachweis: Privat)

Praktikumsbericht von Paloma Morales: Ein Praktikum ist nur empfehlenswert

Foto: Paloma MoralesIm Laufe meines dreimonatigen Praktikums (1. September – 30. November 2008) im Brüsseler Büro von Dr. Thomas Ulmer habe ich viel gelernt. Als Erstes und Wichtigstes habe ich erfahren, was alles im Büro eines Europaabgeordneten vorgeht. Meine täglichen Aufgaben waren unter anderem Korrespondenz mit den EU-Institutionen und Verbänden, Recherchen zu verschiedenen Themen, Zeitungen sichten, Termine vereinbaren und im Kalender eintragen und vieles mehr. Aber ich habe auch gelernt, wie man einen Änderungsantrag oder eine Anfrage an die Kommission verfasst. Bei der Organisation einer Veranstaltung im Europäischen Parlament habe ich mitgeholfen und ich bin auch oftmals zu politischen oder kulturellen Veranstaltungen im Parlament oder in den Landesvertretungen gegangen. Im Europäischen Parlament kann man Leute aus ganz Europa kennenlernen, die so wie ich an europäischer Politik interessiert. Es hat mich sehr beeindruckt, Menschen aus 27 verschiedenen Mitgliedstaaten zu treffen. Das Praktikum hat mir geholfen, meine Englisch- und Französischkenntnisse täglich anzuwenden, zum Beispiel bei der Vereinbarung von Terminen und auch im Alltagsleben im Parlament und in Brüssel. Mit den Mitarbeitern von Herrn Dr. Ulmer habe ich mich sehr gut verstanden. Alle haben mir bei meinen Aufgaben geholfen, wenn ich nicht weiterwusste, mit mir über aktuelle politische Themen diskutiert und mir Verfahren erklärt, die mich besonders interessierten. Herr Dr. Ulmer selbst war ein außerordentlich netter Chef, der mir erlaubt hat, zu Veranstaltungen, Kursen, Arbeitskreisen oder Ausschusssitzungen zu gehen, die mich interessierten. Die Arbeit im Europäischen Parlament war eine wertvolle persönliche Erfahrung für mich. Daher kann ich ein Praktikum in einem Abgeordnetenbüro jedem weiterempfehlen.
Foto: privat

Praktikumsbericht von David Hoffmann: Wie aus "blödem Papierkram" plötzlich hochinteressante Aufgaben werden...

Mein Name ist David Hoffmann, ich bin 21 Jahre alt und habe im Zeitraum vom 22.09.2008 bis zum 17.10.2008 im Brüsseler Büro von Herrn Dr. Ulmer, MdEP ein Praktikum absolviert. Vorneweg ist zu sagen, dass ich am liebsten noch ein bisschen länger bleiben würde, da man hier unglaublich viel lernt, Neues sieht, fremde Menschen kennenlernt und dabei noch sinnvolle Arbeit leistet. In einem Büro arbeiten? Als Erstes denkt man vielleicht an Papierkram und endlose Telefongespräche, und wenn man ganz ehrlich ist, liegt man da gar nicht so falsch. Jedoch wusste ich vorher nicht, was für einen ungemeinen Spaß ich dabei haben werde. Die Meinung ändert sich schon, wenn man hier ankommt. Das Büro ist mal eben auf der 15. Etage und man hat einen tollen Blick über Brüssel. Mit solch einem Ausblick fängt der Arbeitstag schon ganz anders an. Was sich vorher als blöder Papierkram getarnt hatte, waren interessante Aufgaben wie Presseberichte schreiben, Gesetzesvorschläge der Europäischen Kommission studieren, Recherchen über den Emissionshandel anstellen und manchmal auch nur einem verzweifelten Mitbürger zu helfen, sich ein Bild über eine momentane politische Situation zu machen. Auch was vorher als endlose Telefongespräche eingeschätzt wurde, wird plötzlich interessant, wenn man erst bei der Gemeinde Mosbach, danach im Landratsamt Heidelberg und schließlich im Deutschen Bundestag anruft. Man erlebt hier selbst im Büro Politik auf jeder möglichen Ebene von der kleinen Heimatgemeinde bis hin zur höchsten europäischen Ebene. Ich konnte sehen, wie Gesetze entworfen, Kompromisse gefunden werden und am Ende darüber abgestimmt wird. So hatte ich während meiner Zeit im Abgeordnetenbüro in Brüssel die Möglichkeit, mir die gesamte Bandbreite der parlamentarischen Arbeit anzuschauen. Wann hat man als Normalsterblicher schon mal die Chance, sich in Ausschüsse des EU-Parlaments zu setzen, Schulter an Schulter mit Abgeordneten und deren Mitarbeitern aus ganz Europa? Oder Diskussionen über Emissionsrechte, Waffenhandel und Pestizidrichtlinien mitzuverfolgen und dann am nächsten Tage darüber in der Zeitung zu lesen? Die ganzen ansprechenden Aufgaben ebenso wie die pulsierende Stadt Brüssel trugen ihren Teil dazu bei, dass ich hier eine sehr schöne Zeit hatte, allen voran lag es aber an der freundlichen Art von Herrn Dr. Ulmer, an den vielen netten Mitpraktikanten und besonders an zwei tollen Referenten!

© Dr. Thomas Ulmer 2017