Dr. Thomas Ulmer MdEP
  • Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern

Ulmer: "Elektronische Gesundheitskarte bedroht unsere Sicherheit"

CDU-Europaabgeordneter wies bereits 2011 auf Problematik hin

Auf dem Foto: Dr. Thomas Ulmer MdEP.

Ein neues juristisches Gutachten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zeigt, dass die elektronische Gesundheitskarte angeblich nutzlos ist. „Schon im Jahr 2011 habe ich mich mit einer Parlamentarischen Anfrage an die Kommission gewandt“, sagt EU-Parlamentarier Dr. Thomas Ulmer (CDU). Ulmer weiter: "Auf der neuen elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sollen neben den administrativen Daten, auch medizinische Daten gesammelt werden. Dies sind besonders sensible Daten, die geschützt werden müssen. Es ist daher unumgänglich, dass die Krankenkassen überprüfen, ob das Lichtbild und die gespeicherten Sozialdaten auf der eGK und der Karteninhaber übereinstimmen. Bisher ist dies jedoch nicht der Fall.“

 „Im Jahr 2011 habe ich die Antwort bekommen, dass in erster Linie die Krankenversicherungsträger und die Betreiber der eGK dafür verantwortlich sind, zu überprüfen, ob die auf der eGK gespeicherten personenbezogenen Daten, einschließlich Bilddaten, sachlich richtig und auf dem neuesten Stand sind. Ich hatte im Zuge dieser Antwort der Kommission mehrere Gespräche geführt, um auf diese Problematik hinzuweisen. Leider hat keiner reagiert und es ist fraglich, wie es nun mit der eGK weitergehen soll oder kann. Gerade im Zusammenhang mit der NSA-Affäre haben wir gelernt, wie sensibel persönliche Daten sind. Es muss unser höchstes Ziel sein, persönliche Daten bestmöglich zu schützen. Dies ist im Moment nicht der Fall. Derzeit bedroht unsere Sicherheit nichts mehr als der Verlust der Selbstbestimmung über unsere Daten“, so der Europaparlamentarier abschließend.

© Dr. Thomas Ulmer 2017