Dr. Thomas Ulmer MdEP
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"„Europa lieben fällt auch mir nicht immer leicht“"

MdEP Thomas Ulmer wirbt beim Neujahrsempfang der Wirtschaft um Verständnis für niedere Betriebstemperaturen und hohe Kommissare (Bericht: KFT)

Foto: Einen Europaabgeordneten in Glanzform erlebten die Teilnehmer des Neujahrsempfangs, was auch Veranstalter, Gastgeber und Ehrengäste sichtbar freute.

Einen überzeugteren Europäer als den Neckarelzer Mediziner, der seit nahezu zehn Jahren in Brüssel und Straßburg Politik macht, kann man sich kaum vorstellen. Und seine Einstellung hat sich auch nicht geändert, obwohl auch er in den letzten Monaten hautnah erfuhr, dass seine Landsleute zumindest aktuell nicht unbedingt die Lieblinge des Kontinents sind. Nach Meinung vor allem der Südländer ist die deutsche Exportwirtschaft zu stark, unsere Geldpolitik zu sehr aufs Sparen ausgelegt, unsere Aufnahmebereitschaft für Flüchtlinge aus den Krisenregionen der Welt geradezu peinlich und die Einwanderung in unsere Sozialsysteme zu verschlossen. Das, was uns seit dem Beginn der Eurokrise auf Athener, Madrider oder Lissaboner Straßen vorgeworfen wird, hat mittlerweile auch Einzug gehalten in die Hohe Kommission, die verzweifelt nach Lösungen sucht, die fraglos vorhandene Kluft zwischen Nord und Süd zu verringern.

Genau das ist auch der Grund, warum Thomas Ulmer um Verständnis wirbt für niedrigere Betriebstemperaturen in der Diskussion um ein politisches Gebilde, in das unzweifelhaft reichlich Geld aus Deutschland fließt, das allerdings nicht nur in puncto Völkerfreundschaft, sondern auch volkswirtschaftlich von Europa über die Maßen profitiert. Ein Beispiel dafür ist der vor wenigen Wochen gefasste Beschluss, den CO2-Ausstoß großvolumiger Fahrzeuge deutlich moderater als ursprünglich vorgesehen abzusenken. Das kommt den deutschen Premiummarken mehr als allen anderen Autobauern auf der ganzen Welt zugute, was hunderttausenden von Arbeitsplätzen einige weitere Jahre Rückenfreiheit verschafft.

Dass vor allem Ulmer diese für die deutsche Wirtschaft so wichtige Entscheidung parlamentarisch mit auf den Weg gebracht hatte, sagt einiges aus über den Stellenwert des mit bestechendem Wissen brillierenden Festredners bei einem Empfang, der alles hielt, was vorher versprochen worden war: interessante wie hintergründige Nachrichten aus Berlin, Straßburg und Brüssel, sowie viele unkomplizierte Begegnungen, die den Abend im Steiner-Haus der Volksbank Mosbach zu einer wahren Informations- und Vernetzungsbörse werden ließ.

Dieses mehr als zufriedenstellende Resümee konnten Veranstalter wie Gastgeber des nun schon fünften Neujahrsempfangs der Wirtschaft schon deutlich vor dem offiziellen Ende ziehen. Und dass Martin Hess, der den Unternehmenskreis Mosbach, die Handwerks- und die Wirtschaftsjunioren im Neckar-Odenwald-Kreis repräsentierte, und Klaus Saffenreuther, der als Vorstandsvorsitzender seine Bank vorgestellt und ein überaus repräsentatives Ambiente geboten hatte, mit ihrer Einschätzung richtig lagen, lässt sich leicht belegen.

Bemerkenswert viele Entscheidungsträger aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren Gäste bei diesem Empfang, der die Bedeutung der heimischen Unternehmen als Arbeit-, Ideen- und Auftraggeber einmal mehr in überzeugender Weise unterstrichen hat. (Text: KFT / Foto: Cherdron)

© Dr. Thomas Ulmer 2017