Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Pressemitteilungen 2008 von Dr. Thomas Ulmer MdEP

Für mehr Gesundheit: EU-Schulobstprogramm / 22 Millionen Kinder in der EU sind übergewichtig

Der Agrarausschuss des Europäischen Parlaments unterstützt den Vorschlag zur Einführung eines Schulobstprogramms. Der Vorschlag wurde in diesen Tagen im Parlament von einer großen Mehrheit befürwortet.

Ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse verringere die Gefahr für eine Vielzahl von Krankheiten und beuge Übergewicht vor, so Dr. Thomas Ulmer, Experte im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments. Essgewohnheiten würden in der Kindheit ausgeprägt und Kinder, die lernten, viel Obst und Gemüse zu essen, blieben auch später als Erwachsene dabei.

"Der Gesundheitsaspekt ist das wichtigste Motiv für die Einführung eines Schulobstprogramms in der EU", so Ulmer. Im Verhältnis zu der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Mindestmenge von 400 Gramm pro Tag werde in der EU "viel zu wenig" Obst und Gemüse verzehrt, überdies sei der Verbrauch rückläufig. Zugleich greife unter Kindern epidemieartig Fettleibigkeit um sich. Nach vorliegenden Schätzungen soll es in der EU 22 Millionen übergewichtige Kinder geben, von denen 5,1 Mio. als schwer übergewichtig gelten.

Im Hinblick auf eine gesündere Ernährung der europäischen Kinder möchte der Landwirtschaftssausschuss die Abgabe von Frischobst und -gemüse fördern. Vor- und Grundschulkindern soll Vorrang eingeräumt werden. Für sie soll die tägliche Abgabe von Obst kostenlos erfolgen. Das angebotene Obst und Gemüse müsse so frisch wie möglich sein, der Jahreszeit entsprechen und auf der Grundlage gesundheitlicher Kriterien ausgewählt werden, wie etwa einem möglichst geringen Anteil an unnatürlichen und ungesunden Zusatzstoffen. Das Obst und Gemüse soll wenn möglich vor Ort erzeugt werden oder aus der EU stammen.

"Viele Kinder wissen gar nicht mehr, wie Obst angebaut wird, wie es aussieht, ob es auf Bäumen oder an Sträuchern wächst", kritisiert Ulmer. Schulgärten, in denen Kinder mit einfachen Mitteln selbst Obstbäume oder Beerenstauden pflegen, könnten hier Abhilfe schaffen.

© Dr. Thomas Ulmer 2017