Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Pressemitteilungen 2008 von Dr. Thomas Ulmer MdEP

Ulmer sieht Wettbewerbsnachteile für EU-Airlines: Vorläufig keine Einbeziehung in das Emissionshandelsystem

In der Debatte um die Einbeziehung des Luftverkehrs in das Europäische Emissionshandelssystem hat Dr. Thomas Ulmer MdEP eine differenzierte Meinung. Unter Hinweis auf die erst im Juli 2008 beschlossene separate Betrachtung des Luftverkehrs bis 2012 meint er: "Die Airlines brauchen Bestandsschutz, wir können nicht im Juli etwas beschließen und dann im Oktober wieder revidieren".

Dr. Ulmer weist deutlich darauf hin, dass selbst die Lösung ab 2012 noch klare Nachteile für die europäischen Fluggesellschaften mit sich bringt. Beispielsweise nennt er Urteile des Europäischen Gerichtshofes, der gerade in jüngster Zeit eine Reihe von Richtlinien auf den Wirkungsbereich der EU beschränkt hat. Somit wird die Einbeziehung nicht-europäischer Airlines schwierig.

"Es ist noch vollkommen ungeklärt, wie man Fluggesellschaften aus Nicht-EU-Ländern zu einer CO2 Abgabe verpflichten kann.", so Dr. Thomas Ulmer.

Als wahrscheinliche Entwicklung sieht Ulmer die Verlagerung der Flugrouten: "Reisende zwischen Asien und Amerika dürften vermehrt Flugrouten über die Golfstaaten nutzen", so der Mosbacher.

Neben dem dadurch ausbleibenden Umsatz für die Drehkreuze Frankfurt und München bliebe somit auch der Umweltschutz auf der Strecke. Die Abfertigungsstationen im Nahen Osten seien längst nicht auf dem Standard der hochmodernen Terminals in Frankfurt und München. Außerdem sind die Strecken ca. 3000 Flugkilometer weiter. Dies bedeutet eine zusätzliche Klimabelastung von 24 Prozent.

"Bei aller positiven Begeisterung für den Klimaschutz sollten wir darauf achten, dass der Schuss nicht nach hinten losgeht", ermahnt Dr. Ulmer all diejenigen, welche die Klimadebatte derzeit allzu unreflektiert und blauäugig führen.

© Dr. Thomas Ulmer 2017