Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Pressemitteilungen 2008 von Dr. Thomas Ulmer MdEP

Ulmer schlägt Alarm wegen Gefahren am Himmel: Umwege, unnötige CO2-Emissionen und mangelnde Sicherheit

"Ein einheitlicher europäischer Luftraum ist längst überfällig", so die Einschätzung von Dr. Thomas Ulmer MdEP, der in einer Art Weckruf die EU und ihre Mitgliedsstaaten zum Handeln auffordert.

Speziell die europäischen Nationalstaaten sind bereits seit vier Jahren verpflichtet, so genannte "Funktionale Luftraumblöcke" (FABs) zu schaffen. Geschehen ist bisher so gut wie nichts.

Dr. Ulmer wird deutlich: "Ständig wird die EU als langsam und bürokratisch kritisiert. Dabei sind es wieder einmal die Mitgliedsstaaten, die durch Schlamperei die Sicherheit der Flugpassagiere riskieren."

Betrachtet man die Einzelheiten der europäischen Flugsicherung, so ergibt sich tatsächlich ein erschreckend anachronistisches Bild, das dringend nach Veränderung ruft.

Der europäische Luftraum besteht gegenwärtig aus einem Flickenteppich von 27 nationalen Flugsicherern und über 60 Luftraumkontrollzentren. Die Betriebsgrößen der Flugsicherer sind ineffizient, die Abstimmungen untereinander aufwändig und kostspielig. Selten können Airlines im grenzüberschreitenden EU-Luftverkehr optimale Routen fliegen.

Große und unglücklich angeordnete militärische Sperrgebiete tragen ein Übriges zur Konfusion am Himmel bei.

Dr. Thomas Ulmer benennt die Vorteile eines europäischen Luftraums: "Viele Sicherheitssysteme sind untereinander nicht kompatibel.
Dies birgt unnötige Risiken und macht die Koordination ineffizient. Dieses Problem wäre mit einem Schlag gelöst. Außerdem verkürzen sich die Reisezeiten pro Strecke um durchschnittlich 14 Minuten. Dies führt zu einer CO2 Reduzierung von ca. 12 Prozent im Durchschnitt, da große Fluggesellschaften täglich bis zu 500.000 Liter Kerosin einsparen könnten."

© Dr. Thomas Ulmer 2017