Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Emissionshandel: Fluglinien werden in die Pflicht genommen

Ab 2011 plant das EU-Parlament alle Flüge, die auf Flughäfen der EU starten und landen, in das EU-Emissionshandelssystem einzubeziehen, also sowohl innereuropäische als auch interkontinentale Flüge. Bisher wird das System zum Handel mit Emissionszertifikaten auf energieintensive Industriebranchen angewandt, so zum Beispiel auf Kraftwerke, Chemiefirmen, Stahlwerke oder Zement- und Papierfabriken.

Durch die Einbeziehung der Fluglinien sollen diese nach dem Willen des Parlaments ihren Beitrag zum Klimaschutz erhöhen. Der Umweltexperte der CDU im Europäischen Parlament, Dr. Thomas Ulmer, unterstrich: "Auch die Fluggesellschaften müssen ihren Beitrag leisten. Es kann nicht sein, dass Billigflieger auf Kosten von umweltverträglicheren Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn ihre Gewinne steigern."

Nach dem Emissionshandelssystem erhalten Unternehmen Zertifikate, die zum Ausstoß einer bestimmten Menge an CO2 berechtigen. Werden die Ziele durch eigene CO2- Minderungsmaßnahmen erreicht, kann das Unternehmen nicht benötigte Zertifikate am Markt verkaufen.

Ansonsten muss es Zertifikate zukaufen, wenn eigene Minderungsmaßnahmen teurer würden.
Die Einkünfte aus der Versteigerung von Zertifikaten sollen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen, zur Anpassung an die Klimaauswirkungen in der EU und in Drittstaaten, insbesondere in Entwicklungsländern, sowie zur Finanzierung von Forschung und Entwicklung verwendet werden.

Darüber hinaus befürwortet Ulmer, dass die Belastungen für die Bürger vermindert werden müssten. So sollen die Versteigerungseinkünfte auch für die Senkung von Steuern und Abgaben auf klimafreundliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn verwendet werden.

© Dr. Thomas Ulmer 2017