Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Parlament will die Sicherheit von Kinderspielzeug garantieren

2006 wurden 48 Prozent der nachweislich unsicheren Produkte in China hergestellt. Insbesondere der Spielzeughersteller Mattel hatte in diesem Sommer des öfteren für Schlagzeilen in diesem Zusammenhang gesorgt: Insgesamt ging es um 21 Millionen weltweit ausgelieferte Produkte, bei denen stark bleihaltige Lacke verwendet wurden. China hat mittlerweile erklärt, für Export-Spielzeug keine bleihaltigen Lacke mehr zu verwenden.

Dennoch hat das Europäische Parlament in diesen Tagen in einer Entschließung verlangt, dass künftig mehr für die Sicherheit von Kinderspielzeug getan werden müsse. Die EU-Spielzeugrichtlinie müsse so überarbeitet werden, dass unsichere Produkte erst gar nicht mehr auf den europäischen Markt kommen könnten. So soll in Zukunft zum Beispiel die Einführung eines gemeinsamen europaweiten Gütesiegels für mehr Sicherheit garantieren. So soll nun geprüft werden, ob ein derartiges Gütezeichen ergänzend zu dem bereits existierenden CE-Zeichen einen Mehrwert darstelle.

Neben der Sicherheit von Spielzeug stand ferner auch die zunehmende Verbreitung von gefälschtem Spielzeug auf der Tagesordnung.

Auch der Europaabgeordnete Dr. Ulmer fordert: "Um die Sicherheit von Kinderspielwaren sicherzustellen, muss auch die Einfuhr von nachgeahmten Spielzeugen besser kontrolliert werden."

Allerdings bleibt es äußerst schwierig, solche Kontrollen flächendeckend zu gewährleisten. Aus diesem Grund sollen EU-Kommission und Mitgliedsstaaten die Zusammenarbeit mit Drittländern, insbesondere mit China, verbessern. Hier sei es wohl notwendig, auch technische Hilfestellung zu leisten, damit die Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften umgesetzt werden und die Zusammenarbeit im Zollwesen verbessert wird.

© Dr. Thomas Ulmer 2017