Dr. Thomas Ulmer MdEP
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EU-Strategie zur Verringerung alkoholbedingter Schäden

Die Vorbeugung und Eindämmung hohen und extremen Alkoholkonsums sowie des Alkoholkonsums von Minderjährigen und einige der negativsten Auswirkungen wie alkoholbedingte Straßenverkehrsunfälle stehen schon seit geraumer Zeit auf der Tagesordnung. Nun wird die Europäische Kommission regelmäßig über die Durchführung von Maßnahmen zur Bekämpfung des schädlichen und riskanten Alkoholkonsums wie auch über die Wirkungen einer festgelegten EU-Strategie Bericht erstatten.

Verschiedene Schwerpunkte, die in allen Mitgliedsstaaten relevant sind und in denen ein gemeinschaftliches Vorgehen als Ergänzung der einzelstaatlichen Politik und der Koordinierung einzelstaatlicher Maßnahmen einen Mehrwert erbringen, stehen im Fokus:

1. der Schutz von Jugendlichen, Kindern und des Kindes im Mutterleib

2. die Senkung der Zahl der Verletzten und Toten infolge alkoholbedingter Straßenverkehrsunfälle

3. Vorbeugung alkoholbedingter Schäden bei Erwachsenen und Verringerung der negativen Auswirkungen am Arbeitsplatz

4. Information, Aufklärung und Bewusstseinsbildung in Bezug auf die Auswirkungen schädlichen und riskanten Alkoholkonsums und angemessene Konsumgewohnheiten

5. Aufbau und Aktualisierung einer gemeinsamen Grundlage wissenschaftlich gesicherter Erkenntnisse auf EU-Ebene.

Auch der Gesundheitsexperte der CDU im Europaparlament, Dr. Thomas Ulmer MdEP, betonte die Bedeutung von Prävention und Aufklärung. Allerdings dürfe dies nicht in bloßen Aktionismus umkippen. So sei zum Beispiel die Wirkung eines Verbots von Alkoholwerbung oder Warnhinweisen auf alkoholhaltigen Getränken äußerst zweifelhaft.

Dementsprechend lehnte eine knappe Mehrheit ein Votum des Gesundheitssausschusses ab, in ganz Europa per Gesetz auf die Gefahren des Alkohols aufmerksam zu machen, wie dies auf Zigaretten schon vorgeschrieben ist.

© Dr. Thomas Ulmer 2017