Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Ökoheizung im Neubau wird Pflicht

Als Pioniergesetz für den praktischen Klimaschutz hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger den jetzt vorgelegten Entwurf eines Landeswärmegesetzes bezeichnet. Dadurch wird der Einsatz erneuerbarer Energien im Wohnungsbau zur Pflicht. Der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid könne damit dauerhaft vermindert werden, so Oettinger. Immerhin stamme ein Drittel der jährlichen CO2-Emissionen von 74 Millionen Tonnen im Land aus den Wohngebäuden.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass in Neubauten von April 2008 an ein Fünftel des Wärmebedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden muss.

Dazu zählt der Einsatz von Biomasse, Sonnen- und Erdwärme, Wärmepumpen, Biogas und Bioöl oder ersatzweise gleich der Bau eines sogenannten Passivhauses. Passivhäuser sind enorm stark wärmegedämmt, so dass sie keine herkömmlichen Heizungen mehr brauchen.

So sind die Techniken inzwischen so ausgereift, dass erneuerbare Energien eine Alternative zu den fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Kohle oder Öl werden können. Auch der Umweltexperte im Europäischen Parlament, Dr. Thomas Ulmer, fordert: "Wie müssen das, was möglich und sinnvoll ist, auch umsetzen." Während sich bei der Stromerzeugung die erneuerbaren Energien stark entwickelt hätten, stehe ihr Einsatz im Wärmebereich erst am Beginn.

Lob erhielt die Regierung in Stuttgart auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz. Das Gesetz sei ein erster Schritt, um endlich das enorme Potential der Wärmeerzeugung für den Klimaschutz und zur Förderung der heimischen Wirtschaft zu nutzen, sagte dessen Landesgeschäftsführer Michael Spielmann.

© Dr. Thomas Ulmer 2017