Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Dr. Thomas Ulmer MdEP, Stefan Mappus MdL und Werner Pfisterer MdL: Politik im intensiven Dialog mit der Wissenschaft - Besuch des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ)

Am Montag, den 9. Juli 2007, hat der Europaabgeordnete Dr. Thomas Ulmer das Universitätsklinikum Heidelberg besucht und sich dort mit der Kaufmännischen Direktorin Irmtraut Gürkan, Klinikvorstand Professor Rüdiger Siewert und Mitgliedern des Managements und der Schwesternschaft ausgetauscht.

Dr. Ulmer wurde von Werner Pfisterer, Mitglied des baden-württembergischen Landtags (Wahlkreis Heidelberg) begleitet. Auch der Vorsitzende der baden-württembergischen CDU-Landtagsfraktion Stefan Mappus MdL nahm an dem Gespräch mit dem Klinikumsvorstand teil.

Ulmer informierte sich über die beeindruckenden Leistungen sowie über die vielfältigen Herausforderungen, denen sich das Universitätsklinikum stellen muss.

Als führendes Mitglied des Ausschusses für Volksgesundheit und Umwelt des Europaparlamentes, interessierte sich Dr. Ulmer vor allem für Arbeitsunfälle, die auf die Verwendung von Nadeln zurückzuführen sind, und die das gesamte medizinische Personal betreffen (TRBA 250 – Arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen). Diese Arbeitsunfälle können durch kontaminiertes Blut zur Übertragung von gefährlichen Infektionskrankheiten führen, darunter Hepatitis B, Hepatitis C und HIV. Man schätzt, dass in Deutschland jährlich 500.000 Nadelstichverletzungen passieren.

Dr. Ulmer war Berichterstatter im Gesundheitsausschuss zur Richtlinie des Europaparlamentes zum Schutze von Mitarbeitern in Gesundheitsberufen in Europa, welche mit einer überwältigenden Mehrheit im Juli 2006 angenommen wurde.

Dr. Ulmer diskutierte über das Problem der Nadelstichverletzungen mit dem Management und dem medizinischen Personal.

Eine Studie, die von Dr. Lutz Buchholz von der Universität Heidelberg 2006 erstellt wurde, zeigt, dass die Gefahren von gefährlichen Nadelstichverletzungen in allen Bereichen des Krankenhauses lauern.

Ein Pilotprojekt der Universität Heidelberg führte zur Durchführung von Schulungsmaßnahmen und zur Einführung sicherer medizinischer Instrumente, die mit Nadelsicherungsmechanismen versehen sind. Die Auswertung des Pilotprojektes zeigte, dass die Einführung der sicheren Instrumente zur vollständigen Beseitigung von Nadelstichverletzungen führte.

Dr. Ulmer wurde auch auf eine vor kurzem erschiene Studie der Universität Wuppertal hingewiesen, welche die gesamten Kosten von erlittenen Nadelstichverletzungen in Deutschland (inklusive Diagnose, Behandlung und Arbeitsausfall) auf 47 Millionen Euro jährlich beziffert. Dr. Buchholz betonte, "Prävention ist günstiger als Nachbehandlung." Dr. Ulmer erklärte: "Ich bin erfreut, mir ein genaueres Bild über die hervorragende Arbeit in Heidelberg gemacht haben zu können. Ich bin dankbar für die Vorführung und Diskussion über die erheblichen Probleme mit Nadelstichverletzungen und bin mehr denn je überzeugt, dass wir eine einheitliche europäische Lösung brauchen. Es ist lobenswert, dass die Universität in meinem Wahlkreis sich dieses Problems angenommen hat und Maßnahmen zur Vorbeugung von Unfällen mit kontaminierten Nadeln unternommen hat. Es freut mich, dass ich mich am Bericht des Europäischen Parlamentes beteiligen konnte, denn dieser Besuch hat gezeigt, dass die Empfehlungen des Parlamentes absolut sachgerecht sind. Es hat sich gezeigt, dass Richtlinien und andere nicht gesetzliche Maßnahmen sich als unzureichend offenbart haben. Schließlich ist es unsere Aufgabe, die Sicherheit von Menschen, die so um die Pflege von Patienten bemüht sind, vernünftig zu schützen."

Auf dem Foto v.l.n.r.: Stefan Mappus MdL, Irmtraut Gürkan, Prof. Dr. Jörg Siewert, Dr. Thomas Ulmer MdEP, Werner Pfisterer MdL und Stadträtin und Landtagszweitkandidatin Monika Frey-Eger

© Dr. Thomas Ulmer 2017