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Forscher bauen bei neuer Parkinson-Therapie auf EU-Hilfe Dr. Thomas Ulmer MdEP unterstreicht notwendige Förderung mit Veranstaltung in Brüssel

Die wirksame Bekämpfung der Parkinson-Krankheit durch genetische Ursachenforschung stand am 27. Juni 2007 im Mittelpunkt einer Expertenrunde zum Thema "Europa wird älter: Neue Herausforderungen an die Parkinson-Forschung", zu welcher der Europaabgeordnete Dr. Thomas Ulmer nach Brüssel eingeladen hatte.

Forscher, Abgeordnete des Europäischen Parlaments, Vertreter der EU-Kommission sowie Repräsentanten der Betroffenenverbände führten einen regen Meinungsaustausch. Ziel dieser Veranstaltung war die Unterstützung der Forscher der Universität Tübingen bei der Werbung um EU-Hilfe für die "Europäische Initiative zur Erforschung von Parkinson".

Professor Thomas Gasser vom Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH) in Tübingen hat zusammen mit Wissenschaftlern aus London, Paris und Amsterdam dieses europäische Netzwerk zur Erforschung von Parkinson gegründet. Am HIH, das mit dem Universitätsklinkum Tübingen kooperiert, konnte vor drei Jahren ein wichtiges Gen identifiziert werden, das für das Verschwinden des Botenstoffes Dopamin in den Gehirnzellen und damit für die Entstehung von Parkinson verantwortlich ist. Man geht jedoch davon aus, dass es noch viel mehr Gene gibt, die solche Zellveränderungen hervorrufen.

"Um weitere Parkinson-Gene zu erforschen und den lang erwarteten Durchbruch bei Therapie und Vorbeugung zu erzielen, braucht Professor Gasser und sein Forscherteam dringend EU-Unterstützung", so Dr. Thomas Ulmer am Rande der Veranstaltung.

"Mit der entsprechenden EU-Finanzhilfe könnten die europäischen Forschungskräfte gebündelt und damit nicht nur eine der größten Herausforderungen für das Gesundheitswesen bewältigt werden, sondern auch die Themenführerschaft im weltweiten Kampf gegen Parkinson übernommen werden", so Ulmer weiter.

Die Parkinson-Krankheit ist nach Alzheimer-Demenz die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung. Über zwei Prozent der Menschen über 65 sind davon betroffen. Europaweit dürften 500.000 bis 1,2 Millionen Menschen an der Schüttellähmung leiden. Die Kosten für Europas Gesundheitssysteme geben Studien mit etwa 11 Milliarden Euro jährlich an.

"Mit dieser Veranstaltung ist uns ein wichtiger Schritt gelungen, die Aufmerksamkeit der europäischen Entscheidungsträger auf dieses Thema zu richten", so der Mediziner und Europaabgeordnete Dr. Thomas Ulmer abschließend.

© Dr. Thomas Ulmer 2017