Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Medikamentenreste im Grundwasser: Dr. Thomas Ulmer MdEP fordert Mitgliedsstaaten zum Handeln auf

Dr. Thomas Ulmer MdEP sorgt sich um das Grundwasser. Auf seine Anfrage bestätigte aktuell die EU-Kommission, dass mehr als 80 unterschiedliche Arzneimittelwirkstoffe in einer Konzentration von bis zu einem Mikrogramm je Liter enthalten sind. "Diese Stoffe werden in großen Mengen zum Beispiel als Herstellungsrückstände, bei der Entsorgung oder in Ausscheidungen von Mensch und Tier an die Umwelt abgegeben", eklärte Dr. Ulmer in Brüssel.

Hauptproblem dabei seien undichte Mülldeponien, erläuterte die Kommission in ihrem Schreiben. Die mit Beginn des Jahres 2007 durch die Wasserrahmenrichtlinie in Kraft getretene systematische Überwachung der Grundwässer überlässt den Mitgliedsstaaten die endgültige Entscheidung über die routinemäßig zu prüfenden Stoffe.

"Ich befürchte daher, dass sich die nationalen Experten auf andere Themen konzentrieren", erläuterte Dr. Thomas Ulmer den Hintergrund seiner kritischen Haltung.

Gerade in Zeiten zunehmender Probleme mit seltenen Krankheiten und Epidemien dürfte Ulmers Initiative eine erhebliche Bedeutung zukommen.

"Da die Wasserproben nicht ins Unendliche ausgedehnt werden können, geht es um die richtige Schwerpunktsetzung - und da darf die Gefährdung durch Arzneimittel nicht vergessen werden", so der Mediziner und Europaabgeordnete.

Neue Richtlinien oder Verordnungen lehnt Ulmer jedoch ab. Arzneimittel unterlägen, sofern sie Gifte enthalten, der so genannten Abfallrahmenrichtlinie. Dort sei die sichere Verwertung und Beseitigung von Arzneimitteln in ausreichendem Maße verankert.

© Dr. Thomas Ulmer 2017