Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten

Zwischen 1970 und 2000 ist der Artenreichtum um 40% zurückgegangen, seit 2000 sind in jedem Jahr 36 Millionen Hektar primärer Urwald verschwunden. Angesichts dieser Entwicklungen unterstützt der Europaabgeordnete Dr. Thomas Ulmer die Mitteilung der Kommission zur Eindämmung des Verlusts der biologischen Vielfalt bis 2010 und deren Forderung, Schutzmaßnahmen zu intensivieren und in alle anderen Politikbereiche zu integrieren.

Eine nachhaltige Raumplanung sei ebenso unerlässlich wie eine EU-Fischereipolitik, die der Überfischung der Meere ein Ende setzt. Die EU müsse eine Führungsrolle beim Schutz der biologischen Vielfalt einnehmen.

"Die biologische Vielfalt ist von entscheidender Bedeutung für das Leben und den Lebensunterhalt, die soziale Entwicklung, das Wohl der Menschheit und auch für die Erreichung der Milleniumsentwicklungsziele 2015", erklärte der Umweltexperte im Europäischen Parlament.

Hauptsächlich der Klimawandel, die Umweltverschmutzung, intensive landwirtschaftliche Produktionsmethoden sowie eine falsche Bewirtschaftung der Waldbestände und der Wasserressourcen sind für den Verlust an biologischer Vielfalt verantwortlich.

Soll die Zielvorgabe, bis 2010 den Verlust der biologischen Vielfalt aufzuhalten, erreicht werden, sind sehr intensive und koordinierte Anstrengungen auf allen Ebenen notwendig, unterstreichen die Abgeordneten des Europäischen Parlaments und drängen die Kommission zur unverzüglichen und wirksamen Umsetzung.

Sie fordern die Kommission auf, für die Zeit nach 2010 das Verfahren für eine längerfristige "EU-Vision für die biologische Vielfalt" einzuleiten und "eine umfassende langfristige Strategie" vorzulegen.

Wichtige Punkte auf der Agenda gegen den Verlust der biologischen Vielfalt sind für die Abgeordneten unter anderem die Umsetzung der überarbeiteten gemeinsamen Fischereipolitik, die zum Beispiel der Überfischung entgegenwirken soll, die Annahme einer Rahmenrichtlinie für die Meeresumwelt, Maßnahmen gegen den Raubbau an wildlebenden Arten, Aktionen zur Schadstoffverringerung und die Bekämpfung gebietsfremder invasiver Arten.

© Dr. Thomas Ulmer 2017