Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Parlament kämpft für niedrigere Schwellenwerte bei ökologischen Erzeugnissen

Das Europäische Parlament hat sich in diesen Tagen für einen niedrigeren Schwellenwert bei der zufälligen Kontamination von ökologischen Erzeugnissen mit genetisch veränderten Organismen (GVO) ausgesprochen. Ein Erzeugnis dürfe nicht als ökologisch gekennzeichnet werden, wenn es genetisch veränderte Organismen enthalte oder aus, beziehungsweise mit GVO hergestellt wurde.

Der CDU-Experte für Umwelt, Verbraucherschutz und Gesundheit, Dr. Thomas Ulmer MdEP, fordert für eine zufällige Kontaminierung mit GVO einen Höchstwert von 0,1%. Die Kommission hält dagegen daran fest, dass auch Lebensmittel, die bis zu 0,9 % an GVO enthalten, als ökologisch bezeichnet werden dürfen.

Die Parlamentarier fordern die Kommission außerdem dazu auf, eine Rahmenrichtlinie über Vorsorgemaßnahmen zur Verhinderung einer Kontaminierung mit GVO in der gesamten Nahrungskette zu veröffentlichen.

"Verarbeitete Erzeugnisse sollten nur dann als ökologisch oder biologisch bezeichnet werden dürfen, wenn mindestens 95 % der Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft stammen", so Ulmer. Des Weiteren sprechen sich die Abgeordneten dafür aus, dass die Verwendung eines Gemeinschaftslogos für die Kennzeichnung von ökologischen Produkten Pflicht sein sollte, denn es sei das wichtigste Erkennungszeichen für ökologische Erzeugnisse im gesamten Gebiet der Europäischen Union.

Die Mitgliedsstaaten sollten zudem gewährleisten, dass ihr Kontrollsystem die Rückverfolgbarkeit der Erzeugnisse auf allen Stufen der Erzeugung ermöglicht. Eine Liste mit Namen und Adressen der kontrollierten Unternehmen sollte interessierten Kunden zugänglich gemacht werden.

Schließlich spricht sich der Europaabgeordnete Dr. Ulmer dafür aus, dass auch Unternehmer aus Drittländern und Importeure, die ihre Produkte als ökologisch kennzeichnen möchten, den Nachweis erbringen müssen, dass sie die Vorschriften dieser Verordnung einhalten.

© Dr. Thomas Ulmer 2017