Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Dr. Thomas Ulmer MdEP kämpft für die deutsche Sprache / EU-Kommissar Leonard Orban will weniger ins Deutsche übersetzen

Dr. Thomas Ulmer MdEP engagiert sich derzeit massiv für die deutsche Sprache in Brüssel. Dies scheint auch bitter nötig, da der rumänische EU-Kommissar Leonard Orban künftig noch weniger Texte ins Deutsche übersetzen lassen will. Ulmer erklärt: "Die Arbeitssprachen sind laut Vertrag gleichberechtigt englisch, französisch und deutsch. Trotzdem gibt es bereits heute ein erhebliches Missverhältnis."
In der Tat werden derzeit 180.000 Seiten ins Englische, 160.000 Seiten ins Französische und lediglich 140.000 Seiten ins Deutsche übersetzt. "Dieses Verhältnis noch weiter zu verschlechtern ist unverantwortlich. Die Arbeitsfähigkeit des Apparats würde dadurch massiv eingeschränkt", so Dr. Ulmer in einer aktuellen Presseerklärung.

Der rumänische EU-Kommissar Orban argumentiert derweil mit dem allenthalben fehlenden Geld. Daher müssten die Übersetzungen eben entsprechend zusammengestrichen werden.

Dr. Ulmer dagegen klärt die Öffentlichkeit konsequent darüber auf, dass die Bundesrepublik Deutschland mit 1,1 Milliarden EUR insgesamt ein Fünftel des Etats für Übersetzungen bezahlt.
Die Argumentation des Kommissars empfinde er daher geradezu als Affront gegen die Bundesrepublik Deutschland und ihre Bürgerinnen und Bürger. Immerhin ist deutsche Sprache die meist gesprochene Muttersprache Europas. Außerdem verstehen 60 Prozent der Europäer
deutsch. Französisch wird dagegen nur von 30 Prozent verstanden.

"Das können wir uns nicht gefallen lassen", stellt Ulmer fest und forderte gleichzeitig die Bundesregierung auf, entsprechend tätig zu werden.

Vor allem Rechtstexte, die für die Wirtschaft von entscheidender Bedeutung seien oder auch die Beschreibung zahlreicher technischer Standards müssen unbedingt auch weiterhin ins Deutsche übersetzt werden, so Dr. Thomas Ulmer abschließend.

© Dr. Thomas Ulmer 2017