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Dr. Thomas Ulmer MdEP informiert: "RAPEX" warnt vor gefährlichen Produkten - jedes zweite kommt aus China

Mehr als tausendmal hat die EU-Kommission im letzten Jahr vor gefährlichen Produkten gewarnt: Nach dem Jahresbericht 2006 von "RAPEX" (Rapid Alert System for Non-Food Products) ist die Zahl der entdeckten gefährlichen Produkte in Europa um fast ein Drittel gestiegen. Die zunehmenden Importe aus Fernost sind sicher ein Grund.

Ein Dreifachstecker aus China, der 750 Grad heiß wird und Feuer fängt, ein knuddeliges Stofftier aus Russland, das Kleinkindern einen Stromschlag verpasst, eine Saftpresse, die sich beim Gebrauch in scharfe Bruchstücke zerlegt und Schnittwunden verursacht. Die Liste mit Produkten, die nicht nur qualitativ fragwürdig, sondern regelrecht gefährlich sind, ließe sich beliebig fortsetzen.

Auch wenn mit RAPEX ein Teil dieser Produkte aus dem Verkehr gezogen werden kann: "Lückenlosen Schutz können auch strengste Gesetze und staatliche Kontrollen nicht gewährleisten. Von dieser Illusion müssen sich die Verbraucher verabschieden", so Dr. Ulmer, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Verbraucherschutz im Europäischen Parlament.

Umso wichtiger sei es, so Ulmer, dass Verbraucher schnell auf erkannte Mängel und Risiken aufmerksam gemacht werden. So veröffentlicht die Frühwarnzentrale von RAPEX wöchentlich Daten all jener Produkte, bei denen gesundheitliche Risiken zu erwarten sind.

Die "Schwarze Liste" steht im Internet und kann von jedem eingesehen werden. Über 60 % der Anzeigen betreffen die Risiken Verschlucken und Ersticken, Brandgefahr, krebserregende Substanzen und Elektrisierungen.

Fast jedes zweite gefährliche Produkt stammt aus China, kaum überraschend angesichts tausender Schiffsladungen mit billigen Textilien, Haushaltsgeräten und Spielwaren, die täglich in Europa landen.

Doch auch europäische Ware ist keineswegs über jeden Verdacht erhaben: Die EU-Produktsicherheitsrichtlinie soll gewährleisten, dass am Binnenmarkt nur Produkte gehandelt werden, von denen keine Gefahr ausgeht. Unsichere Waren sollen rasch vom Markt genommen und die Verbraucher informiert werden.

RAPEX, so der Europaabgeordnete Ulmer, kann so dazu beitragen, durch intensive Kooperation der Mitgliedstaaten, ein europaweites Netzwerk zum Verbraucherschutz aufzubauen.

Linktipp: RAPEX

© Dr. Thomas Ulmer 2017