Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Dr. Thomas Ulmer MdEP: AIDS kennt keine Grenzen!

Die Zahl der Infektionen mit HIV steigt weiter. Nach einem Bericht von UN-AIDS aus dem Jahr 2006 leben derzeit weltweit 39,5 Millionen Menschen mit HIV. 4,3 Millionen Menschen haben sich 2006 neu infiziert. 95% der Infizierten leben in Entwicklungsländern, doch auch in Europa scheint die Epidemie unaufhaltsam fortzuschreiten.

Vor dem Hintergrund, dass laut Eurobarometer-Umfrage vom Februar 2006 zum Beispiel 54% der Bevölkerung glauben, dass man sich durch einen Kuss auf den Mund mit HIV infizieren kann, fordert Dr. Ulmer dringend die Aufklärungs- und Präventionsarbeit in der EU und ihren Nachbarländern zu verstärken.

Nahezu ein Viertel aller HIV-Neuinfektionen betrifft junge Menschen unter 25 Jahren. Daneben tragen injizierende Drogenkonsumenten, Homosexuelle, Prostituierte und deren Kunden sowie Häftlinge und Migranten das höchste Risiko, sich mit HIV zu infizieren. Präventivprogramme und Aufklärung, Zugang zu Informationen und Kondomen sowie Zugang zu Behandlungen und Drogenentzug sind nach Meinung des CDU-Gesundheitsexperten Dr. Thomas Ulmer die wichtigsten Maßnahmen zur Bekämpfung vor HIV und AIDS.

"AIDS kennt keine Grenzen", so der Europaabgeordnete. Daher ist es besonders wichtig, sich nicht nur auf die EU zu konzentrieren, sondern auch die angrenzenden Länder einzubeziehen.

Des Weiteren müssten Medikamente und Therapien nicht nur weiterentwickelt werden, sondern auch für alle Betroffenen zugänglich gemacht werden.

Während der Zugang beispielsweise zu sogenannten antiretroviraler Behandlung in den EU-15-Staaten relativ gut sei, verhielte es sich in den neuen Mitgliedstaaten völlig anders. Mit ihrem Beitritt zur EU müssten diese Staaten nun die Einheitspreise für solche Medikamente bezahlen, was es sehr schwierig mache, den allgemeinen Zugang zu diesen Mittel zu finanzieren.

"In diesem Zusammenhang", so Dr. Ulmer, "müssen die hohen Kosten gerade von neuen AIDS-Medikamenten diskutiert werden."

© Dr. Thomas Ulmer 2017