Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Europäisches Parlament verlangt europaweite Initiative zu Hepatitis C

Mit der heutigen Annahme einer "Schriftlichen Erklärung" zu Hepatitis C verlangt das Europäische Parlament grenzübergreifende Initiativen zu Hepatitis C in der EU – einer Krankheit, von der 12 Millionen Menschen in Europa und 180 Menschen weltweit betroffen sind.

Insbesondere fordert das Parlament den Rat auf, eine Empfehlung zu Vorsorgeuntersuchungen anzunehmen, um eine bessere Früherkennung von Hepatitis C und einen breiteren Zugang zu Behandlung und Versorgung in den Mitgliedsstaaten zu ermöglichen.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie des Robert-Koch Institut liegt das Hepatitis C Virus an zweiter Stelle der gefährlichsten Krankheitserreger – nach dem Influenza-Virus und noch vor MRSA (Superkeime) und HIV/Aids.

Dr. Thomas Ulmer MdEP, der die "Schriftliche Erklärung" initiiert hat, sagt: "Es wird höchste Zeit, dass Hepatitis C in den EU-Kanon gefährlichster Krankheiten aufgenommen wird. Das Virus kennt keine Grenzen und braucht deswegen eine grenzübergreifende Strategie."

Nadine Piorkowsky, die Präsidentin der Europäischen Leberpatientenvereinigung (ELPA), die die Initiative unterstützt hat, kommentiert: "Patienten, die früh diagnostiziert werden, haben gute Chancen, geheilt zu werden und schwerwiegende Komplikationen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs zu vermeiden. Heutzutage wird Hepatitis C bei den meisten Patienten noch nicht entdeckt. Die Entscheidung des Parlaments ist deshalb ein wichtiger Schritt, um diese unhaltbare Situation innerhalb der EU zu verbessern."

Die "Schriftliche Erklärung" wurde von fünf Mitgliedern des Europäischen Parlaments eingebracht: Jolanta Dickute MdEP, John Bowis MdEP, Stephen Hughes MdEP, Frédérique Ries MdEP und Thomas Ulmer MdEP.

© Dr. Thomas Ulmer 2017