Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Europa kämpft gegen die Vogelgrippe

Nur mit Maßnahmen auf europäischer Ebene kann eine Epidemie mit Grippeviren oder mutierten Vogelgrippeviren verhindert werden. Darauf hat der Europaabgeordnete Thomas Ulmer (CDU) hingewiesen. "Auch wenn die Mitgliedsstaaten für die Gesundheit ihrer Bevölkerung im Rahmen der Subsidiarität verantwortlich sind, so muss Europa trotzdem Logistik und Unterstützung für die Mitgliedsstaaten anbieten", sagte Ulmer, der auch praktizierender Arzt ist. Der Umwelt- und Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments (EP) hat heute eine entsprechende Plenarentschließung vorbereitet, die Ende Oktober im Straßburger Plenum verabschiedet werden soll. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt eindrücklich vor dem Ausbruch einer Epidemie oder Pandemie. Auslöser könnten Grippeviren, mutierte Vogelgrippeviren oder einer Rekombination von Grippeviren mit Vogelgrippeviren sein. Entsprechende Mengen von Impfstoff und Antivirusmitteln müssen in kurzer Zeit zur Verfügung stehen, um eine sinnvolle Bekämpfung zu ermöglichen. "Da die Herstellung von Impfstoffen mindestens vier bis sechs Monate dauert, muss eine entsprechende Menge an Anti-Virus-Medikamenten vorgehalten werden", so Thomas Ulmer. Der CDU-Europaabgeordnete verwies auf den EU-Regionalfonds. Hier könnten Mittel zur Verfügung gestellt werden, da eine Pandemie oder Epidemie durchaus als Katastrophe gesehen werden könne. "Die neu gegründete EU-Agentur für Seuchenbekämpfung in Stockholm kann eine aktive Rolle spielen." Die EU-Staaten müssen schnellstmöglich Pläne für ihre nationale Grippestrategie nach Brüssel melden. "Gegebenenfalls muss auch ein schneller Transport und der Einsatz von Medikamenten über Landesgrenzen hinweg organisiert und koordiniert werden", so das Mitglied im Gesundheits- und Umweltausschuss. Im Rahmen von Forschungsprojekten könne eine gezielte Förderung für neue Methoden der Impfstoffherstellung den Zeitrahmen für die Markteinführung von Impfstoffen verkürzen. Für den Ernstfall müsse auf europäischer Ebene schnellstens ein System für die Einschränkung der Reisetätigkeit und für Quarantänemaßnahmen entwickelt werden.

© Dr. Thomas Ulmer 2017