Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Grundwasser schützen!

"Außer Wasser und den entsprechenden Mineralien gehört nichts ins Grundwasser", so die klare Aussage von Dr. Thomas Ulmer MdEP in der Debatte um die Grundwasserrichtlinie im Europäischen Parlament. In den einzelnen Mitgliedsstaaten würden bis zu 80% des Trinkwassers aus dem Grundwasser entnommen. Wasser nicht ausreichend zu schützen, bedeute nicht nur eine langfristige Wasserverschmutzung, sondern auch die Verlagerung enormer Kosten in die Zukunft. "Das Vorhandensein von sauberem Grundwasser ist einer der bestimmenden wirtschaftlichen Standortfaktoren der Zukunft", so Ulmers Resümee. In der leidenschaftlich geführten Auseinandersetzung um Ausnahmen für Nitrate und Pestizide war Ulmer mit betroffenen Landwirten im Gespräch: "Ich habe mir versichern lassen, dass die Landwirte in Lage sind, mit den gegebenen Grenzwerten zu leben". Generell soll die Grundwasserrichtlinie offene Punkte der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) durch genauere Kriterien und Bestimmungen ergänzen. Insbesondere die Beurteilung des guten chemischen Zustands des Grundwassers beziehungsweise die Ermittlung signifikanter Trends soll künftig ermöglicht werden. Im Falle des Nitrats gilt als Qualitätsnorm 50 mg/l Nitrat im Grundwasser. Eine Trendumkehr wird ab 75% dieser Marke (37,5 mg/l) gefordert. Nicht zu unterschätzen sind auch wichtige Maßnahmen gegen die Absenkung des Grundwasserspiegels, obwohl dies in Deutschland derzeit eher weniger aktuell scheint. "In Süd-Ost-England gibt es bereits eine Region, in der das Autowaschen und Rasensprengen strengstens verboten ist", erklärt Dr. Thomas Ulmer. "Wir sollten rechtzeitig handeln."

© Dr. Thomas Ulmer 2017