Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Neue BSE-Verordnung spart Geld

Als vernünftige Lösung bezeichnet Dr. Thomas Ulmer MdEP die neue Verordnung zur Verhütung, Kontrolle und Tilgung bestimmter transmissibler spongiformer Enzephalopathien (TSE). Kernstück der Änderung ist die Anpassung der bisher fünf BSE-Risiko-kategorien an die drei Kategorien des internationalen Tierseuchenamts. Ulmer: "Ein folgerichtiger und hilfreicher Schritt". Darüber hinaus ist vorgesehen, künftige TSE-Kontrollen bei den für den Eigenverbrauch geschlachteten Rindern über 30 Monaten und bei allen notgeschlachteten und verendeten Tieren über 24 Monaten durchzuführen. "Durch diese Maßnahme spart allein das kleine Bundesland Schleswig-Holstein vier bis fünf Millionen Euro jährlich", erklärt Dr. Thomas Ulmer und ergänzt, dass trotz dieser Änderung die vollständige Verbrauchersicherheit gewährleistet sei. Ein weiterer wichtiger Schritt sei die Aufhebung der Null-Toleranz für das Vorhandensein tierischer Proteine in Nahrungsmitteln durch zufällige Kontamination. Wenn beispielsweise das Eiweiß von Klein- und Kleinsttieren auf dem Feld in Zuckerrüben nachzuweisen sei, bestehe sicherlich keine BSE-Gefahr. Dennoch mussten aufgrund solcher tierischer Proteine zehntausende Tonnen Zuckerrüben allein im Raum Nordbaden vernichtet werden. Im Grundsatz positiv sei vor allem auch das Verfütterungsverbot tierischer Proteine an Wiederkäuer. Allerdings scheint dies Dr. Thomas Ulmer MdEP nicht ausreichend: "Die Natur hat nicht vorgesehen, dass Wiederkäuer tierische Proteine zu sich nehmen, mit Ausnahme der Kälber in Form von Muttermilch. Daher halte ich die Verfütterung von Fischmehl für problematisch und für absolut nicht wünschenswert." stellte der Abgeordnete ethische Bedenken in den Vordergrund.

© Dr. Thomas Ulmer 2017