Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Sichere Injektionsnadeln

Infektionen und Verletzungen durch Injektionsnadeln sollen künftig EU-weit verhindert werden. Der Sozialausschuss des Europäischen Parlaments (EP) verabschiedete heute einen Initiativbericht, der die EU-Weite Einführung von Nadeln mit Sicherheitsschutz fordert. "Mit diesen Nadeln können Verletzungen verhindert und Leben gerettet werden", so der Europaabgeordnete und Mediziner Dr. Thomas Ulmer, der zu diesem Bericht die Stellungnahme im Umweltausschuss abgab. In der EU verletzen sich jährlich mehr als eine Million Ärzte, Pfleger oder Reinigungskräfte in Krankenhäusern, Arztpraxen und im Rettungsdienst mit benutzten Injektionsnadeln. Dabei kann es zu Infektionen mit Hepatitis B, C und dem AIDS-Virus HIV kommen. "Schon heute gibt es Nadelsysteme, die solche Stichverletzungen verhindern können. Wir fordern den bestmöglichen Schutz für diese, in unserer Gesellschaft so wichtigen Berufsgruppen", so Ulmer nach der Abstimmung. Wichtig ist dabei vor allem eine risikoorientierte Ausbildung des Kranken- und Pflegepersonals im Umgang mit Nadeln, betonte Ulmer, dessen Stellungnahme mit großer Mehrheit angenommen wurde. Beim Gesundheitsschutz und bei der Sicherheit am Arbeitsplatz hat die EU eine Zuständigkeit. "Uns ist es wichtig, dass Betroffene in allen EU-Ländern gleich gut ausgebildet und geschützt sind", so Dr. Thomas Ulmer abschließend. Nach Zustimmung des Plenums fordert das Europäische Parlament mit diesem Bericht die Kommission auf, eine Gesetzesvorlage zu erarbeiten.

© Dr. Thomas Ulmer 2017