Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Demographischer Wandel

Die europäische Bevölkerung wird im Durchschnitt immer älter und das Bevölkerungswachstum geht immer weiter zurück. Diese Entwicklungen hat das Europäische Parlament zum Anlass genommen, auf neue entsprechende Herausforderungen für die Politik der Gemeinschaft hinzuweisen. Ein auf dem Grünbuch der Kommission basierender Bericht zum Thema "Angesichts des demographischen Wandels - Eine neue Solidarität zwischen den Generationen" wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen, "In erster Linie muss die Beschäftigungslage innerhalb der EU verbessert und die Bedürfnisse von Familien stärker berücksichtigt werden", so der Europaabgeordnete und Verfasser der Stellungnahme des Umweltausschusses im Europäischen Parlament Dr. Thomas Ulmer. Angesichts der Ziele der Lissabon-Agenda, die EU bis 2010 zum wettbewerbfähigsten Wirtschaftsraum der Welt zu machen, müsse der demographische Wandel ernst genommen werden. Dem Grünbuch zufolge sind drei Hauptentwicklungen zu verzeichnen: Eine steigende Lebenserwartung und damit verbunden eine steigende Anzahl älterer Arbeitnehmer sowie eine sinkende Geburtenrate. "Diese Entwicklung darf jedoch nicht nur ausschließlich als Problem betrachtet werden, sondern muss auch als eine positive Herausforderung für die Gesellschaft gesehen werden. Durch den Zugang zu Menschen aller Altersklassen sollen Möglichkeiten entstehen, die es vorher nicht gab", so Dr. Thomas Ulmer. Es gehe darum, den drei genannten Trends entsprechend Familien besser zu unterstützen, einer ausgeglichenen Immigrations-Politik mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die Bevölkerung zur aktiven Teilnahme am Arbeitsmarkt zu ermutigen. Es seien Maßnahmen nötig, um die bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Privatleben zu fördern. Diese Ziele sollen vor allem durch mehr Chancengleichheit am Arbeitsplatz, familienfreundlichere Steuerpolitiken sowie durch die Förderung von Kinderbetreuungseinrichtungen und Einrichtungen zur Versorgung pflegebedürftiger Personen erreicht werden. Auch das lebenslange Lernen müsse gefördert werden. "Wichtig ist, dass wir die Bedeutung des demographischen Wandels mit seinen inhärenten Herausforderungen als bereichsübergreifende Angelegenheit hervorheben und dass wir versuchen, das Thema in Form eines "Mainstreaming" in alle politischen Aktivitäten der Union einzubinden?, so der Europaabgeordnete Ulmer abschließend.

© Dr. Thomas Ulmer 2017