Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Biokraftstoffe auf dem Vormarsch

Die Europäische Kommission ist sich dem wachsenden Interesse am Einsatz von Biokraftstoffen bewusst. Die Gemeinschaft fördert ihre Verwendung durch die Biokraftstoff-Richtlinie bis zu einem Anteil von 5,75% am Benzin- und Dieselmarkt im Jahr 2010. "Bei dieser Entwicklung ist neben den positiven Aspekten wie der Reuzierung von Treibhausgasemmissionen zu beachten, dass mit der Ausweitung der dafür notwendigen Grundstoffproduktion auch Umweltschäden einhergehen", sagte der Europaabgeordnete und Arzt Dr. Thomas Ulmer. Durch die EU-Förderpolitik für Biokraftstoffe steigt auch das Risiko unerwünschter Nebeneffekte. Dabei geht es sowohl um die steigende Rohstoffnachfrage, die zum Preisanstieg führt und eine Erhöhung und Intensivierung der vorhandenen Produktion nach sich zieht, als auch um den Plantagenanbau in neuen Gebieten, die bisher als unrentabel galten. Thomas Ulmer hatte sich in einer schriftlichen Anfrage an die Kommission gewandt, um sich über das Problembewusstsein der EU und ihre Strategien im Berech der Verbrennungskraftstoffe aus Biomasse zu informieren. Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte nun, dass es für die Europäische Kommission darauf ankommt "mit Hilfe der Biokraftstoffe die Vorteile in Bezug auf die Treibhausgasemmissionen zu realisieren und gleichzeitig das Risiko von Umweltschäden durch den Plantagenanbau zur Grundstoffproduktion vermindert wird" "Die Europäische Kommission nimmt sich somit dem Problem an. Wir müssen nun darauf achten, dass dieses Problembewusstsein von Nutzen und Risiken in den folgenden Umsetzungsschritten berücksichtigt wird", betonte der CDU-Europaabgeordnete. Die Europäische Kommission hatte bereits in ihrem am 7. Dezember 2005 verabschiedeten Biomasse-Aktionsplan erklärt, dass sie im Rahmen der Überprüfung der Umsetzung der Biokraftstoff-Richtlinie auch auf die Frage eingehen wird, ob beispielsweise die Plantagen bestimmten Mindestanforderungen gerecht werden, um bei der Erfüllung der in der Richtlinie festgesetzten nationalen Richtzielen berücksichtigt zu werden. "In diesem Bereich sind Vorschläge für ein diskriminierungsfreies Zertifizierungssystem für Biokraftstoffe sowohl aus dem Inland als auch auf Einfuhren willkommen", so Ulmer abschließend.

© Dr. Thomas Ulmer 2017