Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Industrieforschung in Europa

Die europäische Forschungspolitik und die Industrieforschung standen im Mittelpunkt eines Besuchs der Landesgruppe der baden-württembergischen CDU-Europaabgeordneten bei der Firma Hoffmann-La Roche AG in Basel. Das Unternehmen beschäftigt 11000 Mitarbeiter an drei Standorten in Deutschland, darunter Grenzach und Mannheim in unserem Bundesland. Vor einer Besichtigung des Forschungslabors sprachen die Abgeordneten Andreas Schwab, Dr. Thomas Ulmer, Karl von Wogau, Kurt Lauk und Inge Gräßle mit den Vorstandsvorsitzenden und Verwaltungsrat Dr. Franz Humer und der gesamten Forschungsspitze des Unternehmens. Hoffmann-La Roche verfügt über ein Drittel der weltweiten Biotechnologie-Produktionskapazitäten und ist weltweit der fünftgrößte Investor in Forschung und Entwicklung. Vor allem die Krebsforschung spielt eine immer größere Rolle. Dr. Humer forderte mehr Verlässlichkeit und weniger Willkür bei der Preisgestaltung von Medikamenten ein und trug die schwierigen Bedingungen für die Industrieforschung im europäischen Gesundheitswesen vor. Durch ein forschungs- und innovationsfeindliches Klima habe Europa den Konkurrenzkampf mit den USA verloren. Erfolgreiche Industrieforschung im Pharmabereich brauche die Hochschulen. Hier habe Baden-Württemberg mit seiner Hochschullandschaft ein großes Plus. Die CDU-Europaabgeordneten wiesen darauf hin, dass die baden-württembergischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen die erfolgreichsten in Europa sind, was die Beteiligung an den Forschungsrahmenprogrammen der Europäischen Union betrifft. Niemand hole soviel Zuschüsse aus den Programmen wie sie. Die Forderungen und Anregungen von Hoffmann-La Roche für das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU waren ebenfalls Gesprächsgegenstand. Die Schwierigkeiten der Antragstellung, die bürokratischen Anforderungen und Kontrollen seien forschungsfeindlich; so hat sich die Beteiligung der Industrie and den EU-Forschungsprogrammen stark gesenkt. Die baden-württembergische Landesgruppe sieht Handlungsbedarf und will zur Vorbereitung der Beratungen über das 7. Forschungsrahmenprogramm in den kommenden Wochen die Universitäten und Forschungseinrichtungen unseres Landes zu einer Anhörung über ihre Erfahrungen nach Stuttgart einladen. Außerdem veranstaltet die Landesgruppe im April in Brüssel einen Informationstag über die Auswirkungen der Arbeitszeitrichtlinie. Im Frühsommer will sie im Landtag in Stuttgart mit einer Anhörung baden-württembergischer Unternehmen zum Thema Softwarepatente präsent sein.

© Dr. Thomas Ulmer 2017