Dr. Thomas Ulmer MdEP
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Krankenhauspolitik der Zukunft

 
Einer großen Besuchergruppe aus dem Neckar Odenwald Kreis stellte der Mosbacher Europaabgeordnete und Kreisrat Dr. Thomas Ulmer im Rahmen eines mehrtägigen Besuches des Europaparlamentes in Brüssel seine Gedanken für die zukünftige Struktur der Krankenhauslandschaft speziell im Neckar Odenwald Kreis vor und gab der Hoffnung Ausdruck, dass am Montag in der bevorstehenden Kreistagssitzung der bisher gefundene Kompromiss von einer sehr breiten Mehrheit der Kreistagskolleginnen und Kollegen getragen werde. "Die Zukunft im Bereich der stationären medizinischen Versorgung unserer Kreiseinwohner ist kein Grund zur Freude", so Ulmer. Der Kostendruck in diesem Bereich sei für den strukturschwächsten und ärmsten Landkreis in Baden-Württemberg eine große Herausforderung, die es zu bewältigen gelte. Seit Monaten habe die Lenkungsgruppe intensiv das Thema zusammen mit den externen Gutachtern bearbeitet und Schritt für Schritt einen Zielplan entwickelt, der jetzt mit freiwerdenden Chef- und Oberarztstellen erstmals in eine reale Änderung münde. Nicht leichtfertig, wie vielerorts vermutet oder kolportiert, sondern im vollem Ernst und nach bestem Wissen und Gewissen, werde eine behutsame und verträgliche Umstrukturierung der Chirurgischen Fachabteilungen begonnen, um den Anforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Sowohl die Kostenträger als auch die medizinischen Fachgesellschaften fordern auf Dauer eine Aufgabenspezialisierung und eine Konzentration der Kräfte, die mit der Konzentration der großen Viszeralchirurgie nach Buchen und der großen Unfallchirurgie nach Mosbach einen folgerichtig umgesetzt wird. "Das bedeutet nicht, dass der ankommende Patient im Notfall eine schlechtere oder gar keine Versorgung erhält, das bedeutet vielmehr, dass wir versuchen, dem Patienten eine für seine Probleme und Leiden optimierte Krankenhausversorgung im Neckar-Odenwald-Kreis anzubieten", so Dr. Ulmer weiter, der im Februar 2005 als Gastredner bei der Jahrestagung der Deutschen Chirurgischen Gesellschaft einen Vortrag über europäische Qualitätssicherung halten wird. "Wir wissen, dass wir in der Frage der Flexibilität und der Zumutbarkeit unseren Mitarbeitern in beiden Kreiskrankenhäusern viel zumuten und sie vor eine neue Herausforderung stellen, wir hoffen und bauen jedoch auf die Solidarität unserer Mitarbeiter und glauben an sie und ihre gute Qualifikation", sagte der engagierte Gesundheitspolitiker abschließend. Der jetzt erste Schritt in eine neue Gestalt der Krankenhäuser wird nicht der letzte sein. Eine laufende Ergebniskontrolle finanzieller und inhaltlicher Art wird die Umstrukturierung begleiten und den Prozess transparent machen. Das Ziel ist. weiterhin der Bevölkerung eine erstklassige stationäre Krankenhausversorgung anzubieten. Wir hoffen, schloss Dr. Ulmer in Brüssel seine Ausführungen, dass wir die Zukunft unserer beiden Häuser und des daran gekoppelten Notarztsystems für die nächsten Jahre so sichern können und den Gemeinden und Bürgern eine Erhöhung der Kreisumlage durch die drohenden Millionendefizite ersparen.
© Dr. Thomas Ulmer 2017