Dr. Thomas Ulmer MdEP
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1. Mai 2004 ein historisches Datum

 
Neunkirchen; Zu einem Informations- und Diskussionsabend mit dem Europakandidaten der CDU-Nordbaden, Dr. Thomas Ulmer, hatte der CDU-Gemeindeverband Neunkirchen in die Pizzeria ?Rose? eingeladen. Gemeindeverbandsvorsitzende Angela Grimm begrüßte den Gastredner und schnitt in ihren einleitenden Worten all die Themenbereiche an. Welche zur Zeit die Gemüter bewegen. Angesprochen auf einen Bericht in der RNZ bezüglich der zukünftigen Krankenhausstruktur im Neckar-Odenwald-Kreis, ging Dr. Ulmer zu Beginn seiner Ausführungen kurz darauf ein. Klar sei, dass es Veränderungen geben werde, wie diese letztendlich aussehen werden, könne zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen. Die geplante Auflösung der Landeswohlfahrtsverbände werde für die Kommunen eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung bringen, da deren Aufgaben auf die Kreise und Gemeinden verlagert würden. Hier seien Bund und Land gefordert, durch entsprechende Mittelzuweisungen die Kommunen bei der Bewältigung dieser zusätzlichen Aufgaben zu unterstützen. Den Beitritt zum Geopark nannte Dr. Ulmer sinnvoll, denn hier ergäben sich insbesondere für den Tourismus im Neckar-Odenwald-Kreis neue Möglichkeiten, Ideen umzusetzen. Zum Themenbereich Bundeswehr und Wehrpflicht, erläuterte Dr. Ulmer, warum er für die Beibehaltung der Wehrpflicht sei.Nach seiner Meinung ist eine Wehrpflichtarmee mehr in der Bevölkerung verwurzelt als eine reiche Berufsarmee. Auch die Gefahr eines ?Staates im Staat? sei weitaus geringer. Er verwies auf negative Erfahrungen einiger Nachbarländer, welche die Wehrpflicht in der Vergangenheit abgeschafft haben und nur noch eine Berufsarmee unterhalten. Die Abschaffung der Wehrpflicht wäre auch das Ende des Zivildienstes mit allen negativen Folgen für die sozialen Einrichtungen in Deutschland. Europa war ein weiterer Themenkreis an diesen Abend. Die Osterweiterung zum 1. Mai sei sicherlich ein politischer, wirtschaftlicher und kultureller Gewinn für die EU. Man dürfte darüber aber nicht die damit verbundenen Ängste der Menschen, insbesondere in Deutschland, welches nach der Erweiterung im Zentrum dieses Europas liege, vergessen. Hier sei die Politik gefordert durch sachliche Informationen und weitere begleitende Maßnahmen, diese Ängste abzubauen. Vordringlich sei in diesem Zusammenhang auch die Verabschiedung einer europäischen Verfassung. Für Europa und seine Stellung in der Welt sei vor allem eine gemeinsame Außenpolitik unerlässlich. Zum Ende des Abends bot die Gesundheitsreform noch genügend Diskussionsstoff. Eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens sei dringend erforderlich gewesen. Dr. Ulmer räumte ein, dass diese Reform ein Kompromiss auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner sei und daher erhebliche Schwächen aufweise, welche dringend nachgebessert werden müssen. Ensprechende Vorschläge würden bereits erarbeitet. Leider könne zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen, wann diese Änderungen greifen.
© Dr. Thomas Ulmer 2017