Dr. Thomas Ulmer MdEP
  • Schrift vergrößern
  • Schrift vergrößern
  • Standard wiederherstellen
  • Schrift verkleinern
  • Schrift verkleinern

Die Strukturen des deutschen Postwesens müssen überdacht werden

Brüssel. Wieder einmal haben es Terroristen geschafft, die Transportwelt in Aufruhr zu versetzen. Dabei hat sich gezeigt, dass sie sich immer neue Wege ausdenken, um Sprengstoffe an Bord von Flugzeugen zu bringen. Dass das gelingen kann, haben Terroristen erst Ende Oktober wieder bewiesen. Deutschland und die USA haben nun den Paketverkehr aus dem Jemen und dem Sudan gestoppt. Dr. Thomas Ulmer (CDU), Mitglied im Transportausschuss des Europäischen Parlaments, sieht die Gefahr allerdings noch an anderer Stelle.

"Es gibt in Deutschland knapp 65.000 Luftfracht versendende Unternehmen, die gar nicht in der Lage sind, die Ungefährlichkeit einer Sendung zu garantieren. Als 'Bekannte Versender' dürfen Firmen bis zum 25.03.2013 mit einer einfachen Sicherheitserklärung Luftfracht verschicken, ohne dass die Fracht oder das Sicherheitskonzept der Firma überprüft werden. Die Politik wird also nicht umhin kommen, auch für diese Dienste ein neues Sicherheitskonzept zu erarbeiten."

Das Sicherheitsrisiko bei einer solch großen Anzahl an Luftfrachtunternehmern sei nicht kalkulierbar. Sollten Terroristen auf die Idee kommen, auch diesen Weg für Terroraktion zu wählen, dann blühten der Bundesrepublik bei einer Zahl von 4 Mio. t Luftfracht pro Jahr nach Deutschland unruhige Zeiten, so Ulmer.

"Die Bundesregierung muss die Zahl dieser Unternehmen begrenzen und strenge Sicherheitsauflagen erlassen. Außerdem fordere ich, dass in Passagierflugzeugen keine unkontrollierte Paketfracht mehr transportiert wird. Nur so kann das Risiko wenigstens für Passagiere minimiert werden", sagte Dr. Thomas Ulmer aus Mosbach abschließend.

© Dr. Thomas Ulmer 2017